Wichtige Proben-Information:

 

Proben Donnerstags 20:00 - 22:00 Uhr in unserem Probenlokal in der Grundschule in Mundingen.
Neue Sängerinnen und Sänger sind gerne willkommen - einfach vorbeischauen, oder anrufen (07641-6375 oder 07822-1508).

 

 

 

Konzertvorschau auf Oktober 2018

"Debussy und seine Zeit"
neues Projekt des Kammerchors Emmendingen

 

Zum 100. Todestag von Claude Debussy, einem Wegbereiter der Moderne, beginnt der Kammerchor Emmendingen mit den Proben für sein neues Programm mit Chorwerken von Debussy, seinen europäischen Zeitgenossen und Vorbildern. Er selbst schrieb über die Musik: „Ich möchte sie wirken lassen, als ob sie aus dem Schatten herausträte und von Zeit zu Zeit wieder dahin zurückkehrte; ich möchte sie immer diskret auftreten lassen.“ Die Aufführungen sind für Mitte Oktober geplant. Neue Sänger und Sängerinnen sind willkommen. Unsere Proben sind donnerstags von 20 – 22 Uhr in der Grundschule Mundingen. Infos bei Hans-Peter Nusser, Tel. 07641 6375.

 

 

 

Konzertrückblicke auf Januar 2018

„Wir haben seinen Stern gesehen“
Chorkonzert Kammerchor Emmendinge
n

- Francis Poulenc (1899 - 1963):
Vier Motetten zur Weihnachtszeit für Chor a' Capella.

- Camille Saëns (1835 – 1821):
Weihnachtsoratorium für 5 Solisten, Chor und Orgel.

- Benjamin Britten (1913 – 1976):
Rejoice in the lamb für 4 Solisten, Chor und Orgel.

- Orgelwerke

Das Konzert lässt die Weihnachtzeit mit Werken aus der Zeit „an der Schwelle der Moderne“, ausklingen. Sehr reizvoll, weil die Komponisten neue Kompositionsstile in unterschiedlicher Weise in ihre Werke eingearbeitet haben. 

Das Oratorio de Noël ist wegen seiner schlichten Klangschönheit sehr beliebt. Saint-Saëns, damals katholischer Organist, hat für sein Weihnachtsoratorium die neutestamentliche Weihnachtsbotschaft vertont und sie mit weiteren alttestamentarischen Bibelstellen in Verbindung gebracht.

In den 4 Motetten zur Weihnachtszeit drückte Poulenc seine nach dem plötzlichen Tod seines Freundes neu gewonnene Gläubigkeit in tief empfundener Spiritualität aus. Trotz ihres völlig unterschiedlichen Charakters sind sie beseelt von geheimnisvollen Harmonien.

In Brittens Kantate Rejoice in the lamb geht es um die Anbetung Gottes durch alle geschaffenen Wesen. Grundlage ist ein Gedicht von Christopher Smart, das als „chaotisch, aber mit Geistesblitzen“ charakterisiert wird. Britten hat das Prinzip der traditionellen Tonsprache nicht aufgegeben, doch nutzte er einzelne Aspekte der modernen Musik zur Intensivierung des dramatischen Geschehens.

Die beiden letzten und weniger bekannten Werke werden vermutlich in Emmendingen zum ersten Male aufgeführt, erfahren also quasi eine Uraufführung.

 

 

 
Aufgeführt wurden die Konzerte am:

14. Januar 2018 17:00 Uhr in St. Alexius Herbolzheim

 

Ein anspruchsvolles Konzert

Von Ilona Hüge Mi, 17. Januar 2018 Herbolzheim

Kammerchor Emmendingen tritt in Herbolzheimer Kirche auf / Weitere Konzerte am Wochenende.

 

 Unter der Leitung von David Mesquita trat der Kammerchor Emmendingen in Herbolzheim auf. Foto: Ilona Hüge

HERBOLZHEIM. Der Kammerchor Emmendingen hat seine Konzertreihe am Sonntag in der Herbolzheimer Pfarrkirche Sankt Alexius begonnen. "Wir haben seinen Stern gesehen" heißt der Titel des Konzerts mit weihnachtlicher Musik der Komponisten Saint-Saens, Poulenc und Britten. Der Chor singt unter der Leitung von David Mesquita und wird von Solisten und Orgel begleitet.

Der Kammerchor Emmendingen besteht seit mehr als 40 Jahren. Er hat rund 35 aktive Sängerinnen und Sänger, von denen zwei Dutzend beim Konzert in Sankt Alexius zu hören waren. Ausgewählt hatten der Chor und Chorleiter David Mesquita, der seit etwas mehr als zehn Jahren den Kammerchor leitet, für den nachweihnachtlichen Konzertabend ein nicht alltägliches Programm mit anspruchsvollen Werken. Als Solisten waren Anna Bachleitner (Sopran), Tessa Roos (Mezzosopran), Roland Faust (Altus), Christopher Wattam (Tenor) und Iason Marmaras (Bariton) dabei, an der Orgel saß Frederik Kranemann.

Das "Oratorio de Noel" von Camille Saint-Saens machte den Anfang. In zehn Kapiteln wird die Weihnachtsgeschichte erzählt, musikalisch interpretiert vom Chor und den Solisten, die vom Duo bis zum gemeinsamen Quintett zu hören waren. In Herbolzheim gab es danach an der großen Orgel "Weihnachten" von Max Reger zu hören, bei den künftigen Konzerten steht eine Pastorale von César Franck im Programm. A cappella erklangen die vier kurze Motetten von Francis Poulenc. Seine "Quatres motets pour le temps de Noel" sind ausgesprochen abwechslungsreich und erlaubten es Chor und Solisten, die ganze Bandbreite ihres Könnens vorzustellen. Es gab feinfühlige leise Stellen, eine Art eiligen Sprechgesang und fanfarenartigen Jubel.
Nach dem modernen Werk "Les Bergers" von Olivier Messiaen stand zum Abschluss "Rejoice in the Lamb" von Benjamin Britten auf dem Programm. Auch hier waren Chor und Solisten gefordert, denn neben der rhythmischen Herausforderung hat es auch der Text in sich. Er ist einem langen Gedicht des tief religiösen und als geistesgestört erklärten Dichters Christopher Smart entnommen und wurde im englischen Original gesungen.

Info: Weitere Konzerte finden am Wochenende statt: Am Samstag, 20. Januar, um 17 Uhr in Sankt Jakobus in Denzlingen und am Sonntag, 21. Januar, um 17 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Emmendingen.

Ressort: Herbolzheim Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Mi, 17. Januar 2018:

 

20. Januar 2018 17:00 Uhr in St. Jakobus Denzlingen

21. Januar 2018 17:00 Uhr in der ev. Stadtkirche Emmendingen

Ein Oratorium und Katz und Maus

Von gkv Mi, 24. Januar 2018

Emmendingen

Ein Konzert des Kammerchors Emmendingen mit fünf Solisten und Orgelbegleitung in der evangelischen Stadtkirche.

 

 

 Konzert des Kammerchors Emmendingen unter Leitung von David Mesquita Foto: Georg Voß

EMMENDINGEN. Noch ein abschließendes Weihnachtskonzert gab es am frühen Sonntagabend in der evangelischen Stadtkirche zu hören. In der Tat beendet erst Mariä Lichtmess am 2. Februar nach 40 Tagen die Weihnachtszeit. Bis dahin dürften auch die Weihnachtsbäume daheim stehen bleiben.


Nach Stationen in Herbolzheim und Denzlingen trat nun der Kammerchor Emmendingen unter dem Thema "Wir haben seinen Stern gesehen" in der sehr gut besuchten Stadtkirche auf. Bei diesem Konzert standen Werke von Camille Saint-Saëns, Francis Poulenc und Benjamin Britten im Mittelpunkt. Der Kammerchor Emmendingen wurde ergänzt durch die Solisten Anna Bachleitner (Sopran), Tessa Roos (Mezzosopran), Hiram Santos (Altus), Anders Veiteberg (Tenor) und Roland Faust (Bass). Verbunden wurden diese Werke durch reine Instrumentalmusik mit dem in Freiburg lebenden Organisten Frederik Kranemann. Die musikalische Leitung des Konzerts hatte der im spanischen Valencia geborene Dirigent David Mesquita, der seit Herbst 2011 Dozent an der Musikhochschule Basel ist.

Allein schon das rund dreiviertelstündige, aus dem Jahre 1858 stammende Oratorio de Noël (Weihnachtsoratorium) aus der Feder des französischen Organisten und Komponisten Camille Saint-Saëns (1835-1921) ist das Kommen und Zuhören wert. Die Verkündung, die Geburt Christi und die Anrufung der Dreifaltigkeit bilden den Kern der lateinischen Bibeltexte. Das Oratorio de Noël beginnt mit dem Prélude, einem sanften und ruhigen Orgelauftakt, bevor sich die Solisten im folgenden Recitet Chœur bei den gesanglichen Rezitationen aus dem Lukasevangelium einander abwechseln. So kommen bereits hier unterschiedliche ätherisch klingende Klangfarben zur Geltung. Der mehrstimmige Chor beendet diesen Satz und geht in die Arie des Mezzosoprans über.

Nach den Einzeldarbietungen der Sänger und Sängerinnen steigert sich auch das Oratorio de Noël formal, da fort an – im Wechselspiel mit dem Chor – sich die Sologesänge zunächst zum Duo, dann zum Trio und Quartett, bis hin zum Quintett erweitern und der wachsenden musikalischen Intensivität Ausdruck geben, bevor der Chor dieses Weihnachtsoratorium mit der Wiederholung der Melodie aus dem ersten Satz und dem abschließenden Satz festlich beendet.


In der folgenden Interpretation des Pastorale op. 10 des französischen Komponisten und Organisten César Franck (1822-1890) zeigt der erst 25-Jährige Organist Frederik Kranemann sein Können. Das Werk klingt noch sehr klassisch, während das zweite reine Instrumentalstück bei diesem Konzert schon in der musikalische Moderne angekommen ist. Frederick Kranemann spielt hier Les Bergers aus dem Zyklus "La Nativité du Seigneur" von Olivier Messiaen (1908-1992), einem ebenfalls aus Frankreich stammenden Komponisten und Organisten. In beiden Instrumentalstücken sind die vier Motetten "Quatres motets pour le temps de Noël" aus der Feder des französische Komponist und Organisten Francis Poulenc (1899.1963) eingebettet. Diese vier sich in der Intensität steigernden Motetten besingen ebenfalls die Geburt Christi. Sie sind die einzigen Stücke, die der Kammerchor mit den Solisten im Chor der Kirche singt.

Zum Abschluss des weihnachtlichen Konzerts gibt es dann "Rejoice in the Lamb" zu hören. Diese selten aufgeführte Kantate schrieb der britische Komponist, Dirigent und Pianist Benjamin Britten (1913-1976) für Sopran, Alt, Tenor und Bass sowie Chor und Orgel. Es basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von Christopher Smart (1722-1771), der die Anbetung an Gott in einer Nervenheilanstalt schrieb. Musikalisch ist das Werk spannend, da es einen Dialog zwischen Orgel und den vier Solisten im Wechselgesang mit dem Chor bietet. Textlich beschreibt es Gott, der in Wesen und Dingen enthalten ist. So gibt es Lobpreisungen Gottes durch Musik und Musikinstrumente. Aber auch Blumen und seine Leiden sind Gegenstände zur Anbetung Gottes. Selbst Smarts Katze Jeoffry, von der er besessen ist, fungiert als Dienerin des lebendigen Gottes. Entsprechend klingt diese Sequenz quirlig und verspielt, als ob sich eine Katze um die Orgel schmeicheln würde. Dagegen ist die Maus ein Wesen voller Tapferkeit, die sich den Nachstellungen der Katze erwehrt, aber auch besungen werden muss. Für dieses rund anderthalbstündige Konzert gab es von den begeisterten Besuchern langanhaltenden und verdienten Applaus.

 

 

 

 


 

Der Kammerchor hat mittlerweile wieder ca. 35 Sängerinnen und Sänger. Der Chor freut sich aber, wenn für jedes neue Projekt singfreudige Menschen dazu kommen, die in entspannter Atmosphäre anspruchsvolle Werke erarbeiten wollen. Der junge Dirigent, David Mesquita, schafft es mit Engagement und Humor dem Chor die Werke nahe zu bringen und auch schwierige Passagen ohne Stress einzustudieren. Gerade die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Lieder unterschiedlicher Epochen bringen Abwechslung in den Probenalltag und entwickeln Chortechnik und Klang.

Probentermin: Donnerstags 20 - 22 Uhr, in der Grundschule in Emmendingen-Mundigen, außer in den Schulferien

Kontakt: Hans-Peter Nusser Tel.: 07641 6375
             Horst Winkler Tel.: 07822 1508